Unser zweites Kind Selma verstarb 2018 drei Tage nach ihrer Geburt.
Meine Schwester wurde schnell auf Leere Wiege Landau aufmerksam und vereinbarte einen Termin mit Helga Beisel für uns. Nie werde ich vergessen, wie diese Frau auf unserer Couch saß und mir durch ihre Erzählungen einen ersten Lichtstrahl in die tiefschwarze Nacht schickte, die mich umgab. Ich erkannte, dass ich nicht Opfer unseres Schicksals bin, sondern ich es in der Hand hatte und habe, unseren damals dreijährigen Sohn in den Abschied und die Trauerarbeit um unsere Tochter miteinzubeziehen und ihr Andenken in unserer Familie ein Leben lang zu ehren. Auch der Besuch der Selbsthilfegruppe war und ist für mich immer heilsam. In der Gruppe sprechen alle dieselbe Sprache und verstehen oft ohne viele Worte, was für Außenstehende kaum zu begreifen ist.
Ich hatte in der folgenden Zeit schnell den Wunsch, meine Erfahrung für andere Menschen fruchtbar zu machen, sie ganz offensiv aus unserer Familie heraus und in die Gesellschaft zu tragen und damit etwas Gutes für Betroffene und ihr Umfeld zu bewirken.
Und so fühle ich mich von Herzen geehrt, dass ich diese große Aufgabe Anfang 2023 von Helga übernehmen durfte!
Es gibt viele Menschen, denen ich von Herzen dankbar bin. Dazu zählen meine Familie und Freunde, allen voran mein Ehemann, die mich getragen und gestützt haben und die mich darin bestärken, diesen Weg zu gehen. Danke für eure Liebe und euer Vertrauen in mich.
Und ich danke Helga Beisel. Sie war und ist eine Pionierin und hinterlässt große Fußspuren. Helga, ich danke dir für die 25 Jahre, die du so hingebungsvoll in diese über allen Maßen wichtige Arbeit investierst hast. Ich danke dir dafür, dass du mir den Einstieg in diese Arbeit so leicht wie möglich gemacht hast und ich fühle mich geehrt, dass du mir deine Nachfolge anvertrautest.
Ich wünsche dir für deine Zukunft nur das Allerbeste. Du wirst Leere Wiege Landau sehr fehlen, wenngleich ich selbst weiß, dass du mir auch weiterhin, wenn nötig mit Rat und Tat zur Seite stehen wirst.
Nina Bernhart, Tel. 0160 / 5011751, E-Mail: nina-bernhart@leere-wiege.com
25 Jahre ehrenamtliches Engagement mit Leere Wiege haben meine Lebens-Schatzkiste gefüllt mit wertvollen Erfahrungen, Erlebnissen, Eindrücken, berührenden Begegnungen, unfassbaren Schicksalen, wundervollen Überraschungen und Erfolg auf gesetzlicher Ebene. Doch alles hat seine Zeit, weshalb ich Ende 2022 die Leitung in die verantwortungsbewussten guten Hände von Nina übergebe.
Dankeschön allen, die Leere Wiege ideell, materiell, finanziell oder ganz praktisch unterstützt haben und die dies weiterhin bei meiner Nachfolgerin tun werden.
Liebe Nina, ich danke dir für deine ambitionierte Bereitschaft Leere Wiege zu übernehmen, um dich für ein so sensibles Thema einzubringen und betroffenen Eltern beizustehen. Ich wünsche dir ein großes starkes Herz für alle Begegnungen und Ereignisse, die da noch kommen werden und ein gutes Gelingen für all deine Vorhaben auf einem Weg mit Leere Wiege.
Als unsere erste Tochter Lena in der 24. Schwangerschaftswoche unerwartet verstarb und still zu Welt kam, lag ein Flyer der Leeren Wiege, damals noch in den Händen von Helga Beisel, auf dem Nachttisch im Krankenhaus. Mein erster Gedanke war, dass ich niemals in einer Gruppe darüber sprechen könnte, was grade passiert war. Zu groß war der Schmerz und gleichzeitig die Zweifel darüber, ob mein Erlebtes überhaupt schlimm genug war und meine Trauer berechtigt. Schließlich war unser Kind bis zur Geburt unsichtbar und unser Verlust kaum greifbar. Erst Jahre später erfuhr ich durch Zufall, dass Nina die Leere Wiege übernommen hatte. Da sie keine Fremde für mich war, traute ich mich schließlich doch, die Gruppe zu besuchen und war schon nach dem ersten Abend sicher, hier einen Raum gefunden zu haben. Der Austausch mit anderen Sterneneltern, das gegenseitige Verständnis, alles aussprechen zu können ohne Scham und einen sicheren Ort für den verletzlichsten Teil des eigenen Lebens zu haben, ist ein großes Geschenk, für das ich jedes Mal dankbar bin.
Es ist mir eine Herzensangelegenheit und eine Ehre, nun hier bei Leere Wiege Landau e.V. einen kleinen Beitrag zu leisten und anderen Familien zu helfen, ihren Weg zu gehen.
Frederike Sonnen, E-Mail: f.sonnen@leere-wiege.com
Ich bin Theresa und im Verein der Leeren Wiege die Kassenwartin.
Unser zweites Kind Thilo wurde im Januar 2024 in der 24. Schwangerschaftswoche still geboren.
Bei ihm wurde zuvor ein schwerer Herzfehler festgestellt, der bereits im Mutterleib operiert worden war. Zwei Tage nach diesem Eingriff ist Thilo im Bauch verstorben.
In dieser unvorstellbar schweren Zeit haben zwei enge Freundinnen uns auf die Leere Wiege aufmerksam gemacht und den Kontakt hergestellt. So haben wir Nina kennengelernt. Gemeinsam mit ihr wurden wir behutsam auf die stille Geburt und den Abschied von unserem Sohn vorbereitet.
Diese Vorbereitung, die Gespräche und die Begleitung haben uns in einer Zeit getragen.Auch nach der Geburt und dem Abschied von Thilo hat Nina sich viel Zeit für uns genommen.
Besonders viel Kraft gibt mir bis heute die Selbsthilfegruppe der Leeren Wiege. Der Austausch mit anderen Eltern, die Ähnliches erlebt haben, ist unglaublich wertvoll.
Aus diesem Weg heraus ist in mir ein großes Bedürfnis entstanden, mich selbst zu engagieren. Heute ein Teil der Leeren Wiege zu sein bedeutet für mich unglaublich viel.
Dieses Engagement ist für mich auch eine Form, die Erinnerung an meinen Sohn lebendig zu halten.
Theresa Pfirrmann, E-Mail: t.pfirrmann@leere-wiege.com
Unsere Tochter Aurora ist im Jahr 2022 sehr plötzlich, in den Armen meines Mannes, verstorben. Es war eine herausfordernde Zeit, mit der wir erst umzugehen lernen mussten. Wir hatten sehr großes Glück im Nachhinein betrachtet. Uns begleiteten Menschen, die uns verschiedene Möglichkeiten anboten, wie wir Abschied von unserer Tochter nehmen können und auch konnten. Ich bin über einen Flyer auf die Leere Wiege aufmerksam geworden. Nachdem Aurora gestorben ist, traf ich mich mit Helga Beisel. Es war ein sehr schönes und informatives Gespräch. Sie lud mich zu den regelmäßigen Gruppentreffen ein, aber aus irgendeinem Grund fühlte es sich noch nicht richtig an, dort hinzugehen. Ich bekam jeden Monat die Einladungen und nahm diese als Erinnerung. Ich ging irgendwann zu einem Treffen, dass dann Nina leitete.
Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe, im positiven Sinne. Seitdem gehe ich regelmäßig zu den Treffen, was mir sehr guttut.
Bei den Gruppentreffen habe ich leider mitbekommen, dass es noch viel Arbeit gibt. das Thema zu enttabuisieren, aber auch beim Sensibilisieren im Umgang mit Betroffenen. Ich bin mittlerweile ein großer Fan von „Fakten bekommen und weitergeben“ geworden. Nur wenn ich viele Fakten habe und verstehen kann, was sie bedeuten, dann kann Ich eine für mich richtige Entscheidung treffen.
Ich möchte gerne die Leere Wiege bei ihrer Arbeit unterstützen, damit möglichst viele Eltern diesen schwierigen Weg besser unterstützt gehen können.
Karoline Dorst, E-Mail: k.dorst@leere-wiege.com
Durch zwei betroffene Freundinnen wurde ich im Januar 2015 auf Leere Wiege, Helga Beisel und deren Engagement aufmerksam. Als Mutter zweier fast erwachsener Söhne kann ich erahnen was es heißt, sein Kind hergeben zu müssen. Als Hobby-Näherin mit „Gretel’s Sternchenzauber und mehr“, nähe ich nun ehrenamtlich alle Arten und Größen von Bekleidungen und Einschlagtüchern für die Kleinen mit jeweils zwei Andenken – eines für die Eltern, eines als Liebesgabe für das Kind. Zusammen mit weiteren Kostbarkeiten werden die von Leere Wiege betreuten Kliniken unentgeltlich damit beliefert, die Kosten werden aus Spenden von Leere Wiege getragen. Sonderbestellungen nehme ich gerne entgegen. So weiß ich das Leid wenigstens etwas zu mildern, weil die Kleinen würdevoll und warm gebettet von ihren Eltern begrüßt und verabschiedet werden können. Die Erinnerungen haben dann einen bleibenden Wert für sie.
Tatjana Jäger, Mobile: 0173 1657430, E-Mail: tatjana-jaeger@leere-wiege.com